Über mich

Aus den Tiefen der Seele

Meine Lehrer waren das Leben, zahlreiche Grenzerfahrungen und die Erdmutter selbst, meine Verbündeten sowie wundervolle menschliche Lehrer, die mich getriggert haben bis an meine Grenzen und darüber hinaus, die meine Seele haben schreien und singen lassen.

Nun bin ich. Einfach. Ich. Gehe meine eigenen Wege, lass mir nichts mehr vorschreiben. Hab meine Scham abgelegt, mit den Schatten gekämpft, hinter Spiegel geschaut, Tabus gebrochen und mich befreien lassen, für dieses Leben. Das möchte ich nun weitergeben. 

So viele wollten und möchten uns noch immer sagen wer wir sind, alle glauben uns zu kennen. Nur wir selbst nicht. Wir haben vergessen, das wir auch ein Wörtchen mitzureden haben, wer oder was wir sind.

Wenn ich mir den Zeitgeist betrachte, sehe ich eine Welt voller Scham und Schuld, ohne Leben, ohne Freude. Viele Marionettenspieler mit ihren Marionetten, ihren Sklaven. Das führt zu unendlich viel Frust, Wut, stürzt viele in Depression, Sucht und Burnout. Ist das der Preis für vorgegaukelte Sicherheit? Wir nutzen unsere Körper nicht mehr Artgerecht, leben in einer Starre, in einem Korsett, sollen uns und andere aber lieben? Hilfesuchenden wird verkrampftes Dauergrinsen verkauft…. Ich habe beschlossen, aus diesem Hamsterrad auszusteigen.

„In der Natur erklingt die Musik des Lebens in ungestörter Harmonie.
Dein eigener Organismus gerät in Resonanz mit dieser gesunden Grundschwingung. Nirgendwo heilst du schneller als dort.“

Safi Nidiaye

Ich bin nun 42 Jahre jung und blicke auf ein Leben voller Grenzgänge zurück. Bin Mutter von einem erwachsenen Sohn, Ehefrau seit 26 Jahren.

Aufgewachsen in eine Welt voller Dogmen und Parolen einer fanatischen Gemeinschaft. Im Missbrauch der kindlichen Unschuld. 10 Jahre tägliches Mobbing in der Schule. Weil alles, was anders ist, bedrohlich ist.

Mein Lebenslauf sollte bunt sein und bleiben. Viele Fähigkeiten wurden mir mitgegeben.

Ich habe Tod und Teufel kennen gelernt, kenne meine lichtvollsten Momente wie meine schwärzesten, ekelhaftesten Abgründe. Ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man sich lieber selbst verletzen möchte, als bestimmte Gefühle nochmal zu fühlen, wenn alte Wunden wieder bluten. Aber genauso kenne ich das Gefühl, von Kopf bis Fuß voller reinem Licht zu sein. Ich kenne Hass, Krankheit, das tief verletzte Kind. Ich kenne den Zustand der Starre, der Nicht-Existenz in tiefster Depression. Und ich kenne Liebe in ihren verschiedenen Aspekten. Die erhebend reine Liebe in der Christus-Qualität, die eheliche Liebe, die Mutterliebe und die geborgene bedingungslos annehmende Liebe der Erdmutter, die väterlich nährende Liebe des Bärengeistes, die die Tränen fließen lässt, bis tiefster Schmerz sich in Annahme wandelt. Habe mir die Seele aus dem Leib geschrien, geschimpt, geflucht, mit dem Leben gehadert. Den Moment kennen gelernt, in dem die Opferrolle drohte, zum Täter zu werden, weil das Gefühl der Rache einen bittersüßen Geschmack annahm.

An manchen Tagen hab ich den tiefsten Hass und die tiefste Liebe im gleichen Moment kennen gelernt.

Das ist Leben, in seiner reinen, irdischen Form. Ich wurde auf genau dieses Leben und diese Aufgaben vorbereitet. Und ich möchte auf keinen Fall mehr tauschen.

Während meiner Schattenzeit traf ich in einer Reise den Tod. Wir haben uns ganz gut unterhalten. Ich werde seine Worte nie vergessen: „Betrachte Dein Schicksal nicht länger als Bürde sondern als Geschenk. Schamanin.“ Und so wurde auch der Gevatter zu einem meiner Lehrmeister und ich war angehalten, aufzuräumen und mich für einen Weg zu entscheiden. Nochmals in den Spiegel schauen. Ungeschönt, ehrlich, unangenehm aber lehrreich. Aber Heilung ist eben ein Weg, auch ein Weg der Selbsterkenntnis. Und Arbeit – verdammt viel davon.

Ich habe mich für den Weg des Herzens entschieden. Sowie dafür, Mensch zu bleiben.

Aber ich weiß auch das ich nun wieder an einem Neuanfang stehe. Einer neuen Art der Verantwortung und einer neuen Zeit des lebenslangen Lernens und Lehrens. Und das ist gut so.

Früher hat man immer gesagt – neugieriger Leud sterm bal -. Aber nein, genau das Gegenteil ist der Fall wie die moderne Forschung beweist. Ein lebenslanges Lernen von Neuem bewahrt vor degenerativen Erkrankungen. Denn Leben ist Bewegung und Stillstand ist Tod.

Nun darf ich die weibliche Urkraft in ihrer Essenz kennen lernen, die wilde Natur um mich rum und in mir selbst.

Ich habe Aufgaben bekommen, einen Sinn und einen Weg der nie enden wird im Rentendasein, erst mit der Kiste…


Danke Leben. Und Danke vor allem jenen, die immer wieder aus dem Nichts aufgetaucht sind und an mich geglaubt haben und mir in den Arsch getreten haben, immer dann wenn ich mal wieder auf dem Boden lag und aufgeben wollte. Menschen wie verbündete Wesen aus der feinstofflichen Ebene. Sie haben mir die Kraft zum Leben gegeben und zum weiter machen.

Yvonne
Medienfrau, Wildnatur, Wahrnehmungstrainerin, Klangseele, Ur-Fränkin,

Kommentare sind geschlossen.